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Wintersemester 2026/27
Programm als pdf-Datei
aktualisierter Raum- und Semesterplan
Lageplan der Seminarräume (Externer Link, pdf-Datei)
Anmeldung
Thema des Semesters
Der Traum
Wird diese via regia zum Unbewussten noch als solche genutzt oder bewegt sich die "TP" zunehmend auf Umgehungsstraßen? Die Traumdeutung ist nicht nur die Grundsteinlegung der klassischen Psychoanalyse, sondern entwickelt auch ihre eigene Dynamik. Sie nimmt neue Formen an und inspiriert Konzepte, die zu neuen Betrachtungen über das Traumgeschehen und seine Bedeutung führen: Traum wie Theorie haben etwas gemeinsam: Sie geben uns etwas zu sehen. Das Wort Theorie leitet sich vom griechischen theoría (θεωρία) ab, was auch "betrachten" und "zuschauen" bedeutet. Die Arbeit mit Träumen in der Psychotherapie und ihrer Geschichte bleiben dynamisch, was Zugangs- und Verständnisweisen, Niederschriften, Kodierung und Dekodierung angeht. Es ist wohl der unergründliche "Nabel" des Traums, von dem Sigmund Freud sprach, weswegen in der Deutung des latenten Wunsches immer etwas offenbleibt, das sich im Mycel des Unbewussten verliert. Das Semester lädt zu einer Art Pilzsuche zwischen Fritz Morgenthalers "Fragmenten zur Theorie und Technik der Traumdeutung" und der Neuropsychoanalyse ein.
Eröffnungsveranstaltung
Montag, den 02.11.2026, 19:00-20:30 Uhr
Dreaming Futures: Bilder, Phantasien, Zukunft
1 Doppelstunde
Jacobus Bracker
Ort: UKE, N55, Campus-Lehre, Raum 310
(KL/ A1, 7, 11/ TPE.VF1, 4; GÜ.VF12, GS.VF11, 12)
Inhalt →
Zukunft ist nicht unmittelbar sichtbar. Sie muss vorgestellt, erzählt und in Bilder übersetzt werden. Unsere Vorstellungen von dem, was kommen könnte, entstehen dabei keineswegs im luftleeren Raum. Sie speisen sich aus persönlichen Erfahrungen und Wünschen, aus kulturellen Erzählungen, politischen Visionen und medialen Bildwelten. Zukunftsbilder sind daher niemals nur neutrale Entwürfe möglicher Entwicklungen. In ihnen verdichten sich Hoffnungen und Ängste, Verlust- und Kontrollphantasien, Sehnsüchte nach Neubeginn sowie Vorstellungen davon, was bewahrt, überwunden oder überhaupt erst möglich werden soll.
Gerade angesichts ökologischer Krisen und gesellschaftlicher Umbrüche scheint unsere Zukunftsimagination jedoch eigentümlich begrenzt. Populäre Filme, Serien, Computerspiele und Nachrichtenbilder entwerfen immer neue Szenarien des Zusammenbruchs: verwüstete Landschaften, überflutete Städte, autoritäre Gesellschaften oder Welten, in denen menschliches Leben nur noch mithilfe übermächtiger Technologien fortbestehen kann. Häufig scheint es leichter, sich das Ende der Welt vorzustellen als eine grundlegende Veränderung unserer gegenwärtigen Lebens- und Wirtschaftsweise. Neben solche dystopischen Bilder treten technologische Erlösungsphantasien, nostalgische Vorstellungen einer vermeintlich intakten Vergangenheit und harmonisierende Bilder einer "grünen" Zukunft.
Der Vortrag fragt nach den psychischen und kulturellen Funktionen dieser Imaginationen. Welche Ängste und Wünsche werden in apokalyptischen Zukunftsbildern bearbeitet? Welche Sehnsucht nach Kontrolle liegt technologischen Rettungsvisionen zugrunde? Können Katastrophenphantasien nicht nur lähmen, sondern auch Erfahrungen von Verlust, Trauer oder Ohnmacht sichtbar machen? Und weshalb wirken positive Zukunftsbilder häufig entweder unrealistisch oder überraschend bildarm?
An Beispielen aus Kunst, Film und visueller Kultur untersucht der Vortrag Zukunftsimagination als eine Form psychischer, gesellschaftlicher und politischer Arbeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Bilder entstehen könnten, die weder Krisen verdrängen noch bei der Vorstellung des Untergangs stehen bleiben. Wie lassen sich Zukünfte imaginieren, die Ambivalenz, Konflikt und Verlust einschließen und dennoch neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen? "Dreaming Futures" versteht Phantasie damit nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Voraussetzung dafür, Wirklichkeit anders wahrzunehmen und Veränderung überhaupt denken zu können.
Danach: 20:30-22:00 Uhr
Einführung für alle Weiterbildungsteilnehmenden
Es werden aktuelle Entwicklungen am Institut neben allgemeinen berufspolitischen Entwicklungen besprochen. Es besteht Raum für Fragen, Kritik und Anregungen.
Vorher: 18.15-19:00 Uhr
Einführung für die neuen Weiterbildungsteilnehmenden
Ort: UKE, N55, Campus-Lehre, Raum,205
Veranstaltungen zum Semesterthema
Freuds Traumdeutung
Mo., 09.11.2026 & 23.11.2026, 19:00–20:30 Uhr, 2 Doppelstunden
Irina Domscheit-Becker
(BL/ A1, 9, 12; B3, 5 / TPE.VF9, 17; GS.VF13, TPE.VF2)
Inhalt →
In diesem Grundlagenseminar werden zentrale Texte Freuds zur Traumdeutung und Traumarbeit gelesen, um die Mechanismen der Traumarbeit zu erarbeiten.
Am Beispiel von "Irmas Injektion" werden wir vertieft mit der Traumdeutung auseinandersetzen.
Freud, S.: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, 11. Vorlesung. Die Traumarbeit. Studienausgabe, Bd. I, S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M.
Freud, S.: Traumdeutung. In: Gesammelte Werke, Bd. II/III. Frankfurt a.M. S. Fischer Verlag.
Das Seminar ist offen für Gäste.
Träume als Überlebensarbeit. Ein Gespräch über Bilder aus der Intensivzeit und ihre späteren Lesarten
Mo., 30.11.2026, 19:00–20:30 Uhr, 1 Doppelstunde
Christian Wendt, Reinhard Stender
(BL/ A1, 7, 8, 11, B3, 5 / TPE.VF2, 17, GS.VF3, GS.HK17)
Inhalt →
Zehn Jahre nach Abschluss einer Psychotherapie treten der damalige Patient und sein damaliger Therapeut gemeinsam als Referenten auf — mit einem Material, das nur einem von beiden gehört.
Vier Wochen intensivmedizinischer Sedierung, danach Wochen, die medizinisch als Entzugsdelir eingeordnet wurden: Traumphasen, Realitätsverkennungen, Verwechslungen. Aus beiden Abschnitten gibt es Bilder. Sie wurden kurz darauf diktiert und aufgeschrieben, später in der Therapie zur Sprache gebracht und anlässlich dieses Abends erneut gelesen. Bei jeder Station bekamen sie einen anderen Namen und eine andere Lesart — durch die Medizin, durch die Aufschreibende, durch die Behandlung, durch den Träumenden selbst.
Wir fragen, was solche Bilder für den tragen, der sie erlebt hat, und welchen Anteil das Erzählen und Wiedererzählen daran hat. Damit berührt der Abend eine Frage, die für jede Traumarbeit gilt: woher ein Traumbericht seine Gestalt bekommt und wer ihn mit formt.
Wir gestalten den Abend als Gespräch zu zweit und laden die Teilnehmenden ausdrücklich ein, sich mit Fragen und Einfällen zu beteiligen.
Referenten:
Reinhard Stender - Pastor im Ruhestand
Jan Christian Wendt-Ahlenstorf - Psychologischer Psychotherapeut
Neuropsychoanalyse des Traums
Do., 10.12.2026, 20:30–22:00 Uhr, 1 Doppelstunde
Jette Borawski
(BL/ A1, 3, 8, B3, 5/ TPE.VF2, 5; GS.VF13)
Inhalt →
"Für die Entwicklung der Psychoanalyse spielen Träume eine essenzielle Rolle: Sigmund Freud unternahm mit seinem Jahrhundertwerk »Die Traumdeutung« (1900) den Versuch, den bislang als enigmatisch geltenden Traum einer systematischen Analyse zu unterziehen. Ohne die intensive Beschäftigung mit dem Traum wäre die Entdeckung des dynamischen Unbewussten und seiner Bedeutung für die menschliche Psyche kaum denkbar gewesen. In den vergangenen Jahren konnte sich ein Forschungsbereich etablieren, der den Versuch unternimmt, psychoanalytischen Konzepten neurowissenschaftliche Korrelate zuzuweisen: die Neuropsychoanalyse." (Barth & Borawski, 2026). Das Seminar bietet zunächst eine Einführung in die Grundlagen der Neuropsychoanalyse. Anschließend werden aktuelle neuropsychoanalytische Forschungsarbeiten zum Thema Traum vorgestellt und im Hinblick auf ihre Bedeutung für das Verständnis psychodynamischer Konzepte diskutiert. Hierbei soll besonders das Potenzial der Verbindung neurowissenschaftlicher und psychoanalytischer Methodik verdeutlicht werden, und die Möglichkeiten, die sich aus der Integration beider Ansätze für psychodynamische Theorie und Praxis ergeben.
Literatur:
- Barth, L., & Borawski, J. (2026). Zwischen Freud und Neurowissenschaft. PDP-Psychodynamische Psychotherapie, 25(2), 253-265.
- Borawski, J., Mundorf, A., Ocklenburg, S., & Barth, L. (2025). The neuropsychoanalysis of dreams: a meta-review focusing on neuroanatomy. Neuropsychoanalysis, 27(2), 199–214. https://doi.org/10.1080/15294145.2025.2565599
- Waldhauser, G. T. (2021). Neuropsychoanalyse.
Traumseminar
Mo., 14.12.2026, 04.01.2027 & 11.01.2027, 19:00–20:30 Uhr, 3 Doppelstunden
Matthias Oppermann
(BL/ A1, 9, 12; B3, 5 / TPE.VF2, 5, 9, 17; GS.VF13)
Inhalt →
1.Stunde: Grundlagen der psychoanalytischen Traumtheorie: Historie, Freud. Dabei Vorstellung von Träumen Freuds. Literatur Anzieu.
2.Stunde: Neuere Herangehensweisen an den Traum: z.B. Morgenthaler. Zwiebel, Winnicott und Ferro (Bion)
3.Stunde: Ich werde einen Traum, den wir bei der Traumstation als Podcast besprochen haben als Text mitbringen. Wir deuten ihn in der Gruppe. Anschließend hören wir den Podcast, diskutieren die Unterschiede, auch die Herangehensweise ohne die Assoziationen der Träumenden (wird auch Thema bei Morgenthaler). Als Abschluß stelle ich die Deutung des Traumes von der KI vor. Ich werde die KI bitten, zu dem Traum ein Bild zu konstruieren. Dies werde ich dann zeigen.
Traum und Psychose
Do., 07.01.2027 & 14.01.2027, 19:00–20:30 Uhr, 2 Doppelstunden
Alexandra Bussopulos
(KL, BL/ A1, 2.3, 9; B3, 5/ TPE.VF6, 20; GS.HK6)
Nur Tagträumerei – oder schon Dissoziation? Ein Spannungsfeld zwischen kreativen Ressourcen und maladaptivem Rückzug
Do., 07.01.2027 & 14.01.2027, 20:30–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
Andrea Moldzio
(KL, BL/ A1, 4, 5, B1, 3/ TPE.VF2, 5, 6, 8, 17e; GS.VF1)
Studientag
Arbeiten mit Träumen in psychodynamischen Psychotherapien
Sa., 14.11.2026, 10:00–16:30 Uhr, 3 Doppelstunden
Lutz Wittmann
(BL/ A1, 9, 12; B3, 5 / TPE.VF2, 9, TPE.VF17b, GS.VF13)
Inhalt →
Moser et al. (Moser & Hortig, 2019; Moser & von Zeppelin, 1999) haben ein umfassendes Traumgenerierungsmodell und mit dem Zurich Dream Process Coding System (ZCPDS) eine auf diesem basierende Traumkodiermethode entwickelt. Mit dieser lässt sich nachvollzogen, welche affektregulatorischen Möglichkeiten im Traum zur Verfügung stehen, um einen Komplex in simulierte Interaktionserfahrung zu übersetzen und zu bearbeiten. Dieser Zugang zum Traum orientiert sich an formalen Aspekten des manifesten Traumberichts und verzichtet weitestgehend auf ein deutendes Vorgehen, welches allerdings nicht ersetzt, sondern ergänzt werden soll. In diesem Workshop werden zunächst die Grundzüge des Traumgenerierungsmodells erläutert. Nach einer kurzen Einführung in die wissenschaftliche Anwendung des ZDPCS werden seine zentralen Prinzipien für eine praxisnahe klinische Nutzung herausgearbeitet. Dies soll dann an Beispielen von Träumen aus Behandlungen aus dem Kreis der Teilnehmenden eingeübt werden. Dabei soll immer wieder auch überlegt werden, wie sich die Betrachtung der Affektregulation im Traum mittels ZDPCS mit einer aktuellen Auffassung von Freuds Traumdeutung (Binswanger & Wittmann, 2024) und deren Weiterentwicklung durch Morgenthaler (Binswanger, 2016) verknüpfen und in psychodynamische Therapien integrieren lässt.
Vorbereitungslektüre:
Ich bitte darum, einen der beiden folgenden Texte vor dem Workshop zu lesen:
Kempe, S., Krome, A.-J., Köpp, W., & Wittmann, L. (2023). Different keys unlock different doors: analyzing content and affect regulation in dream reports. Somnologie, 27(3), 192–197. https://doi.org/10.1007/s11818-023-00417-4
Wittmann, L., Zander, J., & Dale, A. L. (2016). Das Traumgenerierungsmodell von Ulrich Moser und Ilka von Zeppelin. Forum Psychoanal, 32, 39–51. https://doi.org/https://doi.org/10.1007/s00451-016-0224-0
Vorbereitung Arbeitsmaterial:
Ich bitte darum, dass Teilnehmende einen anonymisierten Traumbericht aus einer eigenen Behandlung zur Bearbeitung mitbringen. Der Traumbericht sollte eine erkennbare Handlungsentwicklung enthalten und deshalb nicht extrem kurz sein.
Weiterführende Literatur:
Binswanger, R. (2016). Dream diagnostics: Fritz Morgenthaler's work on dreams. Psychoanalytic Quarterly, 85(3), 727–757. https://doi.org/ 10.1002/psaq.12091
Binswanger, R., & Wittmann, L. (2024). Freuds Traumtheorie aus der Perspektive seines Spätwerks : Zur Integration des strukturellen Gesichtspunkts. Psyche, 78(8), 673–705.
Moser, U., & Hortig, V. (2019). Mikrowelt Traum: Affektregulierung und Reflexion. Brandes & Apsel.
Moser, U., & von Zeppelin, I. (1999). Der geträumte Traum. Wie Träume entstehen und sich verändern. Kohlhammer.
Semesterabschluss
Film ab! Kino, Traum, Psychoanalyse
Fr., 29.01.2027, 19:00–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
Jule Räuchle, Elena Mancuso, Michael Schödlbauer
(KL/ A1, 2/ TPE.VF2)
Inhalt →
Am 29.01.2027 möchten wir euch herzlich um 19 Uhr zu unserem Semesterabschluss ins AEMI einladen, bei dem wir uns dem Träumen noch einmal filmisch über Fritz Langs Metropolis (1927) widmen wollen. Wir werden gemeinsam Ausschnitte des Filmes ansehen, anschließend Assoziationen teilen und diskutieren. Ab 20.30 Uhr lassen wir das Semester wie gewohnt gemütlich in der AEMI-Küche ausklingen. Zeitlich wird es uns daher leider nicht möglich sein, den ganzen Film zu zeigen; unabhängig von unserer allgemeinen unbedingten Empfehlung, sich dieses bedeutende Werk der Filmgeschichte in voller Länge anzusehen, hier der Link für alle Interessierten zu YouTube, wo der Film frei verfügbar ist: https://www.youtube.com/watch?v=dlRj35gshEI.
Im Anschluss: Geselliger Ausklang des Semesters
Grundlagenveranstaltungen
Neurosenlehre 0
Mo./Do., 19:00–20:30 Uhr, 8 Doppelstunden
Ulrich Lamparter:
09.11.2026 (Mo.): Sigmund Freud
Silke Roschlaub:
16.11., 23.11.2026 (Mo.): Melanie Klein und die britische Objektbeziehungstheorie
Christian Foth:
03.12., 10.12.2026 (Do.): Ich- und Selbstpsychologie
Michael Schödlbauer:
14.12.2026 (Mo.): Strukturale Psychoanalyse
Claas Happach:
07.01., 14.01.2027 (Do.): Neuere Entwicklungen: Intersubjektivität, Mentalisierung, Epistemisches Vertrauen
(KL/ A1, 2, 12/ TPE.VF2, 5, 9)
Zwischen Aktennotiz und Abschlussbericht: Eine Schreibwerkstatt
Do., 19:00–20:30 Uhr, 3 Doppelstunden
Andrea Kerstan:
12.11., 19.11., 17.12.2026
(KL, BL/ A1, 2, 10/ TPE.VF2, 5, 6, 8, 12, 13, 15, 16, 17; GÜ.VF7; GS.VF1)
Inhalt →
Nach einer Pause möchte ich die Schreibwerkstatt in diesem Wintersemester gern wieder mit Ihnen starten. Im Mittelpunkt steht die Verschriftlichung Ihrer Erstinterviews.
Wie schwer es ist, das Erleben im diagnostischen Erstgespräch in Worte zu fassen, zeigt sich oft schon beim mündlichen Berichten. Und dann soll man das, was sich psychisch zwischen zwei Menschen abspielt, auch noch aufs Papier bringen? Was mühsam erscheint, kann in einer Gruppe, die Ideen entwickelt und Psychodynamiken erarbeitet, aber auch Spaß machen.
An drei Abenden arbeiten wir an Ihren Aktennotizen. Wir feilen gemeinsam am Text, suchen Formulierungen für die Passagen, die Fragen aufwerfen, setzen Biographie und Psychodynamik zueinander in Beziehung, ringen um Worte für die psychodynamische Diagnose, stellen prognostische Überlegungen an und bedenken mögliche Fallstricke. So entstehen durch gemeinsames Denken und Verstehen neue Impulse für das Weiterschreiben.
Die Werkstatt lebt davon, dass Entwürfe eingebracht werden. Damit wir beginnen können, genügt es, wenn sich eine/r von Ihnen vorab mit einem Entwurf meldet. Er muss nicht fertig sein, auch ein Abschnitt genügt. Schreiben Sie mir dafür bitte eine kurze E-Mail (praxis@mailbox.org), dann können wir schon am ersten Abend mit Ihrem Text arbeiten.
Eingeladen sind alle Kandidat:innen im Erstinterviewpraktikum, auch ohne eigenes Erstinterview.
Werkstatt Intervention
Do., 19:00–20:30 Uhr, 2 Doppelstunden
Marion Mayer-Hanke:
12.11., 19.11.2026
(BL/ B3, B5 / TPE.VF2, 17, 20)
(Veranstaltung auch für Teilnehmende des MBI)
Inhalt →
Als Grundlage für das Seminar ist die angegebene Literatur hilfreich.
Inhaltlich soll anhand ihrer Fallvignetten, Stundenprotokolle, Erstinterview Szenen, szenischen Darstellungen darüber nachgedacht werden, wie eine Intervention oder Deutung wirkt, wie sie die Patienten möglicherweise erreichen und welche alternativen Deutungsoptionen es dazu geben könnte.
Literatur:
Jürgen Körner (2016), Psychodynamische Interventionsmethode, Psychodynamik Kompakt, Vandenhoek & Ruprecht.
Jürgen Körner (2020), Die Kunst der Deutung und die Macht der Beziehung, Psychodynamik Kompakt, Vandenhoek &Ruprecht
Karl Koenig (2002), Einführung in der Psychoanalytischen Interventionstechnik, Klett Cotta
Wolfgang Mertens (2014), Psychoanalytische Erkenntnishaltungen und Interventionen, Kohlhammer.
Psychodynamische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Mo., 19:00–20:30 Uhr, 2 Doppelstunden
Victoria Gerdesmann:
18.01., 25.01.2027
(KL, BL/ A1, 2, 5; B8/ TPE.VF2, 5, 8; GÜ.VF8; GS.VF1)
Wie schreibe ich einen Kassenantrag?
Fr., 18:00–21:00 Uhr, Sa., 10:00–13:00 Uhr, 4 Doppelstunden
Matthias Köpp, Carlotta Nord:
22.01., 23.01.2027
(KL, BL/ A1, 9/ TPE.VF2, 5, 6, 8, 12, 13, 15, 16, 17; GÜ.VF7)
Inhalt →
Die Fähigkeit, Behandlungen nach erfolgter Diagnostik in den Erstinterviews auch theoretisch konzipieren zu können, ist Kern bzw. professionelle Voraussetzung der psychotherapeutischen Tätigkeit in der Richtlinienpsychotherapie. Folglich stellt die Erstellung solcher Berichte mit der Zusammenführung von Praxis und Theorie für das Antragsverfahren bei den Krankenversicherungen (Gutachterverfahren) einen zentralen Baustein in der Aus- und Weiterbildung zum Psychotherapeuten dar.
Sie haben sicher gehört, dass diese seit Jahrzehnter etablierte Praxis in der Richtlinienpsychotherapie auf Seiten der Politik ebenso wie auf Seiten der Krankenkassen stark diskutiert wird (mögliche Abschaffung / Suche nach anderen Instrumenten). Zurzeit werden allerdings neue Gutachter:innen berufen und das Antragsverfahren wird aufwendig digitalisiert, sodass zu erwarten ist, dass uns das Gutachterverfahren (hoffentlich!) noch längere Zeit erhalten bleiben wird.
In diesem Seminar wollen wir neben der Vermittlung der Grundlagen für das Gutachterverfahren auch die praktischen Schritte für einen solchen Bericht zum Antrag auf Psychotherapie darstellen und einen solchen zusammen erstellen.
Dazu bitten wir um ihre Mitarbeit!
Wir werden alle, die sich angemeldet haben, etwa 2 Wochen vor dem Seminar anschreiben und anfragen, wer gerade im Begriff ist eine Patient*in in Behandlung zu nehmen und das Seminar nutzen möchte, einen Bericht zu erstellen.
Sie mögen uns dazu bitte im Vorfeld ihre Notizen zu den Punkten
1.Symptomatik,
2.Psychischer Befund und
3. Biographie
(insgesamt ca. 1,5 DINA4-Seiten)
zukommen lassen (aus Datenschutzgründen bitte per Post!). Ihr Fall wird dann in der Gruppe diskutiert und daraus gleich der Bericht diktierend über PC und Beamer erstellt. Die/der Vorstellende geht am Ende des Seminars also mit einem fertigen Bericht nach Hause!
Hauptanstaltungen
Ätiologie, Psychodynamik und Therapie sexueller Störungen
Mo., 19:00–20:30 Uhr, 3 Doppelstunden
Wilhelm Preuss:
04.01., 11.01., 18.01.2027
(KL, BL/ A2, 5, 6, B3, 8/ TPE.VF2, 3, 5, 7)
Inhalt →
Das Seminarthema soll anhand von exemplarischen klinischen Fällen dargestellt werden. Fallgeschichten von den Teilnehmenden sind willkommen. Zu den sexuellen Störungen im weiteren Sinn werden auch die atypischen Geschlechtsidentitäten gezählt.
Bezugsrahmen ist die ICD-11 mit ihrem neuen Kapitel 17 "Zustände im Zusammenhang mit der sexuellen Gesundheit", das nicht nur die Geschlechtsinkongruenz sondern auch sexuelle Funktionsstörungen enthält. Hinsichtlich paraphiler Störungen sollen vor allem psychodynamische Aspekte (Perversionen) behandelt werden. Als theoretische Grundlage dient die konstitutionelle körperliche und psychische Bisexualität, wie sie schon Freud beschrieben hat.
Empfohlene Literatur zur Vorbereitung des Seminars:
Binswanger, R. (2021). Mehr Klarheit beim Reden über Sexualität!
Zeitschrift für Sexualforschung, 34(01), 15-27.
Binswanger, R. (2024). Reden über Trieb, Sexualität und Gender.
Grundlagen für die psychotherapeutische Praxis. Psychosozial-Verlag. Gießen.
Briken, P. & Berner, M. (2013): Praxisbuch. Sexuelle Störungen – Sexuelle Gesundheit, Sexualmedizin, Psychotherapie sexueller Störungen. Thieme-Verlag.
Psychoanalytisches und gruppenanalytisches Denken in der heutigen Organisationsberatung
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
Philipp Kuwert:
18.01., 25.01.2027
(KL, BL/ A6, 7, 11; B8/ TPE.VF3, 4, 10; GÜ.V3, GS.VF11)
Inhalt →
Organisationen sind nicht nur rationale Systeme, sondern auch soziale und emotionale Räume, in denen unbewußte Dynamiken, Konflikte und Abwehrprozesse wirksam werden. Ausgehend von den Überlegungen von W. R. Bion zum Containment, von D. W. Winnicott zum Holding und denen von S. H. Foulkes zur Gruppenmatrix beleuchtet das Seminar, wie analytisches und gruppenanalytisches Denken in der heutigen Organisationsberatung Orientierung geben kann. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die Konzepte der unbewußten Kommunikation, der Gruppenmatrix und der Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamik im organisationalen Kontext. In der zweiten Seminarhälfte sind die Teilnehmer:innen eingeladen, i.S. einer "berufsbezogenen Balintgruppe" die Erfahrung mit eigenen Organisationsthemen zu reflektieren.
Literatur:
Anton Obholzer: The unconscious at work. Routledge publishers, 2019
Weitere Lehrveranstaltungen
Laplanches Konzept der radikalen Alterität: Es geht nicht um ein Sich-identifizieren-mit, sondern um ein Identifiziert-werden-durch
Do., 26.11.2026, 19:00–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
Almut Rudolf-Petersen
(KL, BL/ A1, 5, 12; B1, 3/ TPE.VF2, 5, 11)
Inhalt →
'Es geht nicht um ein Sich-identifizieren-mit, sondern um ein Identifiziert-werden-durch' – nicht das Kind identifiziert sich, sondern es wird identifiziert! So kehrt Laplanche den Vektor um. Das Seminar führt ein in sein Werk, das wegen seiner Einbeziehung gesellschaftlicher Diskurse auf die Entstehung des Unbewussten auch von der psychoanalytischen Sozialpsychologie und der Queer Theory häufig angewandt wird.
Im Seminar werden Kernbegriffe Laplanches wie der Primat des Anderen, die rätselhaften Botschaften, Übersetzung und kulturelle/mythosymbolische Codes vorgestellt. Die klinische Relevanz dieser Begriffe bzw. Konzepte werden wir uns anhand von Behandlungssequenzen (gerne Fallvignetten mitbringen!) anschauen.
Literatur:
Laplanche, Jean: Die rätselhaften Botschaften des Anderen und ihre Konsequenzen für den Begriff des »Unbewußten« im Rahmen der Allgemeinen Verführungstheorie
Psyche, September 2004, 58. Jahrgang, Heft 9/10, pp 898-913
Fachkunde – und dann? Niederlassung in eigener Praxis
Do., 12.11. & 19.11.2026, 20:30–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
Mona Kühn
(BL/ A10, 11; B2/ TPE.VF1, GÜ.VF5, 7)
Wenn die Therapeutin schwanger wird
Mo., 30.11. & 07.12.2026, 19:00–20:30 Uhr, 2 Doppelstunden
Julie Linzer-Welge, Alisha Schwarz
(BL/ A5, B2, 3, 5, 6/ TPE.VF2, 5, 15, 17)
Inhalt →
Eine Schwangerschaft der Therapeutin kann den therapeutischen Prozess und die therapeutische Beziehung auf vielfältige Weise beeinflussen. Im Seminar wollen wir uns damit beschäftigen, welche Dynamiken, Fantasien und Fragen entstehen können, was es im Umgang mit Patient:innen zu beachten gilt und welche behandlungstechnischen Überlegungen relevant werden. Dabei soll insbesondere Raum für den gemeinsamen Austausch und die Reflexion eigener Erfahrungen und Fragen der Teilnehmer:innen sein.
Literatur:
Hajek, G. (2023). Die schwangere Psychoanalytikerin: Zur Bedeutung der weiblichen Potenz in der Psychotherapie.Psychosozial-Verlag.
Was passiert eigentlich in meiner Gruppe – und was machen wir damit? Theorie und Praxis der psychodynamischen Gruppentherapie
Do., 03.12.2026, 20:30–22:00 Uhr; Mi., 13.01. & 17.02.2027, 17:00–20:00 Uhr, 5 Doppelstunden
Tomas Müller-Thomsen, Ulrich Schmidt
Mi.: Praxis: Eilenau 35
(BL/ A6, 9, 11; B8/ TPE.VF3, 4, 10; GÜ.VF3)
Inhalt →
Die Leitung und Durchführung von Gruppentherapien ist anspruchsvoll. Aufgrund eigener Erfahrungen und diversen Berichten von angehenden Psychotherapeutinnen und -therapeuten werden Gruppentherapien an Kliniken häufig von psychotherapeutischen Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern durchgeführt, die nicht selten nur unzureichend theoretisch vorgebildet sind und manchmal auch nur ungenügend supervidiert werden.
Unsere Veranstaltung richtet sich vorzugsweise an Kolleginnen und Kollegen, die in entsprechenden Institutionen gruppenpsychotherapeutisch tätig sind und (zusätzlichen) Supervisionsbedarf haben.
Im Rahmen einer Einführungsveranstaltung werden wichtige theoretische Aspekte tiefenpsychologisch fundierter gruppenpsychotherapeutischer Behandlung erörtert. Die Teilnehmenden stellen ihren Arbeitshintergrund und ggf. bereits konkrete Supervisionsfragen/dauerhafte Supervisionsthemen vor.
Literatur:
Heigl-Evers A., Ott J. (Hg.) (2002): Die psychoanalytisch-interaktionelle Methode. Theorie und Praxis. 4. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht
König K., Lindner W.-V. (1992): Psychoanalytische Gruppentherapie. Vandenhoeck & Ruprecht
Strauß B., Schreiber-Willnow K. et al. (2012): Ausbildungshintergrund, Alltagspraxis und Weiterbildungsbedarf von Gruppenpsychotherapeuten in der stationären Psychotherapie - eine Umfrage. Z. Psychosom. Med. Psychother. 58, 394-408
Yalom I. D. (1989): Theorie und Praxis der Gruppenpsychotherapie. Leben lernen 66. Pfeiffer
Dozenten:
Prof. Dr. med. Hans Ulrich Schmidt
FA für Psychotherapeutische Medizin; Leitung Ärztliche Psychotherapie am Ambulanzzentrum des UKE; Prof. für Musiktherapie am Leopold-Mozart-College der Universität Augsburg. Info: www.hu-schmidt-psychotherapie.de
Dr. med. Tomas Müller-Thomsen
FA für Psychiatrie und Psychotherapie; Psychotherapeutische Praxis in Hamburg, ärztlicher Leiter des MVZ am Hammersteinplatz in Uelzen. http://lebenleben.de/mvz/psychiatrie-psychotherapie/dr-muller-thomsen/
AG-Antidiskriminierung: Perversion in der Psychoanalyse – gendersensible und machtkritische Perspektiven
Do., 07.01. & 14.01.2027, 20:30–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
Mina Christova, Elena Mancuso, Silke Roschlaub, Franziska Rosenow, Christian Veyhle, Nele Voss
(BL/ A1, 5, 6, 11, 12; B1, 6/ TPE.VF1, 2, 3, 4, 5, 9; GÜ.VF.2, 3)
Inhalt →
Im aktuellen Lektüreseminar der AG-Antidiskriminierung wollen wir uns weiter mit dem psychoanalytischen Konzept der Perversion und seinen Verschränkungen mit (Queer-)Feminismus und Theorien zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen beschäftigen.
Im nächsten Schritt möchten wir anhand des Textes "Die perverse Position in der männlichen Entwicklung" von Andreas Weber-Meewes die Bedeutung spezifisch männlicher, perverser Abwehrmechanismen erforschen. Im Zentrum seiner Analyse steht die Frage, wie unbewusste Fantasien genutzt werden, um frühkindliche Ohnmachtserfahrungen, Trennungsängste und die Bedrohung der eigenen Identität abzuwehren.
Dahingegen wollen wir mit Hansburys "Das männliche Vaginale" eine andere Definitionslinie des Perversionsbegriffs verfolgen. Hansbury orientiert sich an Grundgedanken der relationalen Psychoanalyse und entwirft ein Konzept, das sexuelle und geschlechtliche Nonkonformität nicht als defensive Abwehr oder Pathologie begreift, sondern als kreative Erweiterung des psychischen Raums. Indem er das Vaginale vom biologischen Körper entkoppelt, bricht er mit der klassischen Anatomie-Zentrierung und öffnet eine queer-feministische Perspektive auf fluide Identitäten und die Überwindung binärer Machtstrukturen.
Literatur:
Hansbury, G. (2019). Das männliche Vaginale: Die Arbeit mit der Körperlichkeit queerer Männer an der Transgender-Schwelle. Psyche, 73(8), 557-584.
Weber-Meewes, A. (2014). Die perverse Position in der männlichen Entwicklung. Zeitschr f. psychoanal. Theorie und Praxis (29)(2), 201-225.
Erstinterview- und Fallseminare
Erstinterviewseminar I
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 8 Doppelstunden
Martin Herbers, Silke Roschlaub
09.11., 16.11., 23.11., 30.11., 07.12., 14.12.2026, 04.01., 11.01.2027
(IF, BL/ B1 - B2 / TPE.VF13, 14, 15, 16; GS.VF.4)
Erstinterviewseminar II
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 8 Doppelstunden
Christine Fischer, Helmut Teller
09.11., 16.11., 23.11., 30.11., 07.12., 14.12.2026, 04.01., 11.01.2027
(IF, BL/ B1 - B2 / TPE.VF13, 14, 15, 16; GS.VF.4)
Fallseminar I
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 8 Doppelstunden
Matthias Oppermann, Andreas Sadjiroen
09.11., 16.11., 23.11., 30.11., 14.12.2026, 04.01., 11.01., 18.01.2027
(IF, BL/ B3 - B6/ TPE.VF15, 17a, b, c, 20; GS.VF4, 13)
Fallseminar II
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 8 Doppelstunden
Dagmar Busch, Judith Spisak
09.11., 16.11., 23.11., 30.11., 07.12., 14.12.2026, 04.01., 11.01.2027
(IF, BL/ B3 - B6/ TPE.VF15, 17a, b, c, 20; GS.VF4, 13)
Fallseminar III
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 8 Doppelstunden
Bettina Düker, Christiane Hartard
09.11., 16.11., 23.11., 30.11., 07.12., 14.12.2026, 04.01., 11.01.2027
(IF, BL/ B3 - B6/ TPE.VF15, 17a, b, c, 20; GS.VF4, 13)
Fallseminar IV
Mo., 20:30–22:00 Uhr, 7 Doppelstunden
Bettina Düker, Victoria Gerdesmann, Simone Heukamp
09.11., 16.11., 30.11., 07.12., 14.12.2026, 04.01., 11.01.2027
(IF, BL/ B3 - B6/ TPE.VF15, 17a, b, c, 20; GS.VF4, 13)
Fallvorstellungen zum Abschluss
Mo., 01.02.2027, 19:00–22:00 Uhr, 2 Doppelstunden
(IF, BL/ B3 - B6/ TPE.VF15, 17a, b, c, 20; GS.VF4, 13)
Das Seminar findet im AEMI, Rothenbaumchaussee 71, statt.
Die in Klammern gefassten Angaben [z.B. (IF; BL/ B3 - B6/ TPE.VF.15)] beziehen sich in dieser Reihenfolge auf Aus-/ Weiterbildung von:
- Ärzt*innen nach der WBO der Ärztekammer Hamburg von 2020 ("KL" für Krankheitslehre und Diagnostik, "BL" für Behandlungslehre und "IF" für Interaktionsbezogenes Fallseminar).
- Psychologische Psychotherapeut*innen nach dem PThG von 1998: A1 - A12; B1 - B8 (PsychTh-APrV 1998).
- Psychotherapeut*innen in Weiterbildung nach dem PThG von 2019: TPE.VF.1-22; GÜ.VF.1-13; GS.VF.1-14 sind unsere internen Ziffern für die Inhalte der Gebietsweiterbildung TP-Erwachsene (WBO der Psychotherapeutenkammer Hamburg v. 2023).
AEMI-Netzwerk
Im AEMI-Netzwerk sind Kolleginnen und Kollegen zusammengeschlossen, die ihre Ausbildung zum Psychotherapeuten abgeschlossen haben und die Angebote des AEMI weiterhin zur Fortbildung nutzen. Darüber hinaus entwickelt das AEMI-Netzwerk selbst Angebote in der Krankenversorgung und in der Supervision für andere Berufsgruppen und bietet den Rahmen für Intervision und Austausch.
Nähere Informationen unter AEMI-Netzwerk
Ansprechpartner:
Verena Daues (verena.daues@gmail.com)
Michael Waldenhoff (praxis.waldenhoff@t-online.de)
Aufbaumodul Psychoanalyse
Seit April 2015 wird in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Psychotherapie (AfP) des Michael-Balint-Instituts (MBI) ein "Aufbaumodul Psychoanalyse" für Mitglieder des ‚AEMINetzwerks' angeboten. Darüber ist es möglich, die Zusatzbezeichnung "Psychoanalyse" im Anschluss an die tiefenpsychologische Aus- und Weiterbildung zu erwerben. Kontakt: Prof. Dr. Ulrich Lamparter, ulamparter@t-online.de
Weitere Angebote
Gemeinsame Lehrveranstaltungen Hamburger Lehrstätten nach dem Psychotherapeutengesetz ("GeKo"-Seminare)
AEMI:
Adolf-Ernst-Meyer-Institut für Psychotherapie:
Rothenbaumchaussee 71, 20148 Hamburg,
Tel. 41 53 99 06
29. Psychiatrische Krankheitslehre
7 Doppelstunden, Fr., 20.11.2026, 19:00-22:00 Uhr,
Sa., 21.11.2026, 10:00-15:30 Uhr
Michael Schödlbauer
(KL/ A2.3, B1/ TPE.VF14, GS.VF2)
Anmeldung für externe Teilnehmende:
info@aemi.de
APH:
Akademie für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg, APH gGmbH, Seewartenstr. 10, Haus 4, 20459 Hamburg
Tel.: 040/ 79 02 15 28, geschaeftsstelle@aph-online.de
Dokumentation und Evaluation von Behandlungsverläufen
2 Doppelstunden
Sa., 24.10.2026, 10:00-13:00 Uhr
Birgit Bader
Anmeldung:
https://aph-online.de/anmeldung-fortbildung/
DPG:
Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.V.
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Armgartstraße 2, 22087 Hamburg, Tel. 040/ 44 49 81
Psychodynamik der Familie und Gruppe,
Behandlungskonzepte der Paar-, Familien- und Gruppentherapie
4 Doppelstunden
Do., 12.11., 03.12.2026, 18:30-21:45 Uhr
Silke Wiegand-Grefe
Anmeldung:
post@dpg-institut-hamburg.de
IfP:
Institut für Psychotherapie (IfP), Martinistr. 52,
Gebäude W 26, 20246 Hamburg, Tel. 040-7410-56460
Das IfP bietet dieses Semester kein Seminar an.
MBI:
Michael-Balint-Institut, Falkenried 7, 20251 Hamburg,
Tel. 42 92 42-12
Das MBI bietet dieses Semester kein Seminar an.
Fortbildungsreihe Psychotherapie
AEMI / Michael-Balint-Institut:
Mi., 27.01.2027
Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber
Krisen und Caring Culture.
Zur traurigen Aktualität des Medea Mythos
(KH/ A 1, 6, 11/ TPE.VF2, 3, 4; GÜ.VF.2)
Mi., 24.02.2027
Dipl.-Psych. Wolfgang Hering
Krisenintervention bei psychotischen Patient:innen in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis
(KH, BL/ A 2.3, B4/ TPE.VF2, 5, 6, 17a, GS.VF.10)
Vortrag für die interessierte Öffentlichkeit, Mittwoch, 20:30-22:00 Uhr, 1 DS, im Hörsaal der Augenklinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, W 40, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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